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Hector Tolon: Die Sonne – Grundlage allen Lebens

Ohne Sonne ist Leben auf der Erde nicht möglich. Sie ist die wichtigste natürliche Energiequelle für Mensch, Tier und Pflanzen. Gerade in unseren europäischen Breitengraden haben wir über weite Teile des Jahres ohnehin deutlich weniger Sonnenstunden als viele andere Regionen der Welt. Umso wichtiger ist es, die Sonne nicht grundsätzlich zu meiden. Dennoch wird uns heute häufig vermittelt, dass wir uns möglichst vollständig vor der Sonne schützen und möglichst jederzeit Sonnencreme verwenden sollten. Diese pauschale Botschaft führt oft dazu, dass Menschen sich generell vor der Sonne verstecken. Dabei liegt der Schlüssel nicht darin, die Sonne grundsätzlich zu vermeiden, sondern im richtigen Umgang mit ihr.

Entscheidend ist:

  • zu welcher Uhrzeit wir uns der Sonne aussetzen
  • wie lange wir in der Sonne bleiben
  • und wie wir unsere Haut schützen, ohne die natürlichen Prozesse des Körpers zu blockieren.

Die Sonne ist keine Bedrohung, sondern eine lebenswichtige Kraft. Richtig genutzt unterstützt sie viele natürliche Prozesse im Körper.

Die verschiedenen Strahlen der Sonne

Die Sonnenstrahlung besteht aus drei unterschiedlichen Wellenbereichen, von denen zwei für das menschliche Auge unsichtbar sind.

  • UV-Strahlen (40–400 nm): Diese ultravioletten Strahlen sind unsichtbar und machen etwa 7–8 % der Sonnenstrahlung aus.
  • Sichtbares Licht (ca. 380–780 nm): Das ist das Tageslicht, das wir als Sonnenlicht wahrnehmen. Es macht etwa 44 % der Sonnenstrahlung aus.
  • Infrarotstrahlen (ca. 780–950 nm): Diese Strahlen sind ebenfalls unsichtbar und machen fast 50 % der Sonnenstrahlung aus.

Jeder dieser Bereiche hat unterschiedliche Wirkungen auf den menschlichen Körper.

Wirkung des Tageslichts

Das sichtbare Sonnenlicht aktiviert zahlreiche Prozesse im Körper. Es kann

  • das gesamte System aktivieren
  • die Hautregeneration unterstützen
  • die Stimmung verbessern
  • die Pupillenbewegung stimulieren.

Über die Augen wird das Tageslicht außerdem an verschiedene Gehirndrüsen weitergeleitet, die wichtige körperliche Prozesse beeinflussen.

Wirkung der Infrarotstrahlen

Infrarotstrahlen dringen tiefer in den Körper ein als sichtbares Licht.

  • 780–850 nm durchdringen die Hautschichten
  • 850–950 nm erreichen auch tieferliegende Gewebe wie Sehnen und Muskeln.

Diese Strahlen können zellregenerierende Prozesse unterstützen und erzeugen eine angenehme Wärme durch ihre Wellenvibration. Auch über diesen Weg können Prozesse im Körper positiv beeinflusst werden.

Die Rolle der Sonne für Vitamin D

In unseren europäischen Breitengraden kann der Körper Vitamin D nur von etwa Mitte April bis Mitte Oktober über die Haut bilden. In den übrigen Monaten steht die Sonne zu flach am Himmel. Deshalb ist es sinnvoll, die Sonnenzeit in diesen Monaten regelmäßig zu nutzen, um die Vitamin-D-Speicher aufzubauen. Schon 15 Minuten Sonnenlicht können einen Unterschied machen.

Ein natürlicher Umgang mit der Sonne

Der richtige Umgang mit der Sonne bedeutet nicht, sich ungeschützt stundenlang intensiver Sonneneinstrahlung auszusetzen. Ebenso wenig bedeutet er jedoch, die Sonne grundsätzlich zu meiden. Ein ausgewogener Umgang kann beispielsweise bedeuten:

  • regelmäßige, aber maßvolle Sonnenexposition
  • leichte Naturstoffkleidung als Schutz
  • Kopfbedeckung bei starker Sonne
  • Hautpflege mit natürlichen Fetten wie Sheabutter oder Kokosfett.

Die Sonne kann so zu einer natürlichen Unterstützung für Körper und Wohlbefinden werden.

Unterstützung für Körper und Lymphsystem

Kurze Sonnenbäder von etwa 15 bis 30 Minuten, möglichst in Verbindung mit Fußwechselbädern, können zudem unterstützend für den großen und kleinen Lymphkreislauf sein. In vielen naturheilkundlichen Ansätzen wird dies als ein Baustein innerhalb eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes betrachtet.

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